Geschichte
 

Geschichte der Kinder Valkars

>> Die Kinder Valkars landeten nach langer Irrfahrt an einer Küste, die zwischen zwei Flüssen lag. Eine titanische Flutwelle hatte ihre Schiffe über eine gefährliche Riffkette hinweggehoben und somit war ihnen der Rückweg versperrt und so begannen sie das Land zu besiedeln, welches sie dort vorfanden. Dort gab es Orken und uralte Ruinenstädte. Sie töteten die Orken und bauten ihre Städte auf den alten Ruinen. Da leben sie noch heute. <<

So, oder so ähnlich würde es klingen, würde man einen Fremden beschreiben lassen, wo die Söhne Valkars herkommen. Doch ein echter Sohn Valkars weiß um die Tradition und die lange Geschichte seines Volkes. Er weiß um die entbehrungsreichen Zeiten seiner Ahnen, die das Land Schritt um Schritt den Orks abgerungen haben. Er weiß um die titanischen Schönheiten, die sich die sieben großen Städte von Valkos nennen. Er weiß um die über zweitausendjährige Geschichte seines Landes, das sich seit jeher in einem erbarmungslosen Krieg mit Orks befindet. Vor allem aber weiß er seit Neuestem, dass er nicht alleine auf dieser Welt ist und, dass es jenseits der Riffe eine Welt gibt, die von Menschen und nicht von Monstren bevölkert ist und ihm ist klar, dass sie alle dort draußen eine Geschichte haben. Eine Geschichte die sie leben und lieben, eine Geschichte die es wert ist, in ihren Einzelheiten erzählt zu werden. So wie seine eigene…

Beginnen wir unsere Geschichte mit einem der ältesten erhaltenen Fragmente der Geschichte des Landes, einer Aufzeichnung die über zweitausendzweihundert Jahre alt ist und seit dieser Zeit von den Asudorpriestern in Kensios gepflegt und erhalten wird.

Wer sind wir ?

>> Seit Monaten höre ich immer wieder die gleiche Frage, die Frage aus den Reihen des eigenen Volkes: „Wer sind wir ?“ Noch können wir diese Frage beantworten, wenn auch bei weitem nicht so weitläufig, wie vor hundert Jahren. Viel Wissen ist durch den Exodus verloren gegangen. Unser Volk hat einen Teil seiner Vergangenheit verloren und so sehe ich es als meine Pflicht, den verbliebenen Teil zu bewahren. Eine Chronik der Vergangenheit, unserer Vergangenheit, ist müßig, doch wird auch dieses Werk bewältigt werden, wenn auch nicht von mir. So lasst mich die Frage: „Wer sind wir ?“ beantworten und die Frage: „Wer waren wir ?“ nur anschneiden.

Wir sind die Kinder Valkars, Nachfahren eines mächtigen Kaisers. Wir sind sein Erbe und sein Erben und unsere Geschichte beginnt dort, wo eine Geschichte andere endet. Das Valkars Kaiserreich war groß und mächtig. Die Zahl unserer Armeen wurde nur durch die Zahlen unserer Bürger und Bauern übertroffen. Unsere Heimat war eine der ersten der Menschen unter der Sonne, sagen die Geschichtsschreiber und gemeinhin glauben wir ihnen. Doch wie jedes große Reich hatten wir auch große Feinde und so es wahr ist, dass sich wahre große an der Macht seiner Feinde misst, so waren wir wohl wahrlich groß. Denn Finsternis kam über das Land und unsere Größe wurde uns zum Verhängnis. Zu sicher waren wir uns, ob unserer Stärke, zu mächtig fühlten wir uns. Als der Feind sich erhob verlachten wir ihn. Es war ein Feind... ein Feind wie jeder andere Feind zuvor... dachten wir. Doch dem war nicht so...

Der Untergang begann als die ersten Festen fielen. Die Legionen verbrannten auf den Schlachtfeldern gegen einen Feind, den sie bis dahin noch nicht kannten. Dunkle Wesen aus der Unterwelt traten hervor, Geschöpfe des Ankylos, ans Tageslicht gerufen durch den Feind. Hausgroße Bestien erhoben sich aus den Trümmern unserer geschliffenen Städte, gerufen auf den Blutaltären des Feindes. Wir traten ihnen entgegen, die Stärksten der Starken, die Elite der Magier und der Krieger warf sich gegen sie. Lange wogte der Krieg. Ein Jahrzehnt zog ins Land, dem ein weiteres folgte. Wir schlugen den Feind zurück... unter Verlusten. Doch dessen Vorrat an Bestien und Monstren war unerschöpflich.

Letztlich war es Kaiser Valkar der den Befehl gab... den Befehl, der unser Schicksal besiegeln sollte. Der Befehl, auf den hin eine Geschichte enden musste, um eine andere beginnen zu lassen. Der Kaiser zog seine Getreuen zusammen und ließ das Volk zur Küste wandern. Dort sollten sie Schiffe errichten. Er selbst zog mit den verbliebenen Getreuen dem Feind entgegen. „Drei mal drei Jahre kaufe ich Euch. Rettet mein Volk.“ So waren seine Worte. „Findet ein neues Land, kehret niemals mehr hierher zurück. Dieser Boden ist verflucht. Regiert weise und hart. Eines Tages kehre ich oder meine Nachfahren zurück, dann wirst du mir meine Krone zurückgeben.“ Daraufhin reichte der Kaiser König Slavius Kudris, einem seiner engsten Vertrauten die Krone und ritt ohne weitere Worte dem Feind entgegen.

Neun Jahre arbeitete das Volk in Sicherheit, neun Jahre erreichten Nachrichten von den Siegen des Kaisers das Volk. Dann war die Zeit abgelaufen, eine mächtige Armada war entstanden. Das Volk bestieg die Schiffe und lichtete die Anker, da erhob sich das hässliche Haupt des Feindes am Horizont. Titanische geflügelte Kreaturen, hunderte kleinerer geifernder Bestien zogen uns entgegen. Der Wind war mit uns und die Magier warfen dem Feind das Meer selbst entgegen. Blitz und Sturm griffen nach den Geflügelten. Die Götter warfen ihre Macht gegen die Bestien. Das Land blieb hinter uns... Hier Endet die alte Geschichte... <<

Was nun geschah liegt tief verborgen in den Nebeln der Vergangenheit, doch berichtet man sich, dass die Armada eine enge Passage erreichte, als sie am Horizont gewaltige geflügelte Schatten erblickten. Einige der dunklen Wesen waren ihnen gefolgt und wollten sie endgültig vernichten. Da erhob sich plötzlich das Meer und spülte die Flotte und die Feinde auseinander. Viele der Schiffe gingen dabei verloren, doch eine ganze Menge wurde durch die Flutwelle über eine Riffkette, die Riffe vor Westland, gehoben und sah nun Land vor sich. Dieses Land sollten sie nun besiedeln.Dort landeten sie zwischen zwei Flüssen an und fanden auf diesem Land uralte verlassene Ruinenstädte vor, die von Orks besetzt waren. Das ganze Land zwischen den zwei Flüssen war voller Orks und so begann eine lange, entbehrungsreiche Siedlungszeit.

 
 
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