Adel
 

Der Adel in Valkos

Als die Söhne Valkars die Ufer Westlands betraten waren unter ihnen lediglich sieben große Adelsfamilien übrig, alle anderen Waren durch Krieg, Sturm und Unglücke tot oder von ihnen auf hoher See getrennt worden. Die übrigen Söhne Valkars waren Männer und Frauen einfachen oder niederen Standes. Aus diesen sieben großen Familiengeschlechtern gingen die sechs Häuser und das Königsgeschlecht hervor. Diese sieben adeligen Blutlinien sind die einzigen, die bis in die Zeit Kaiser Valkars und darüber hinaus zurückreichen.

Natürlich brachte der Lauf der überzweitausendjährigen Geschichte Valkos noch weitere Adelige hervor, doch blieben die meist niederen Adelsstandes in Form von Edelleute, Freiherren und Baronen und / oder wurden durch Heirat an eines der großen Häuser angeschlossen.

Was bedeutet der Begriff „Haus“?

Woher der Begriff Haus stammt und wieso er für die Geschlechter der Adeligen verwendet wird ist in den Nebeln der Geschichte verloren. Einige glauben es läge daran, dass ist der Zeit des großen Kaiserreichs die bedeutenden Familien zusammen in großen Palästen gewohnt haben und somit die Assoziation Palast ist gleich Haus entstanden ist. Ob das wirklich stimmt ist allerdings nicht mehr herauszufinden.

Die heutige Bedeutung, die in den Köpfen der Menschen ist kann man allerdings wiedergeben. Als Haus bezeichnet man in Valkos all jene Mitglieder eines Adelsgeschlechtes, die den gemeinsamen Nachnamen des Hauses tragen. Die Übernahme des Namens erfolgt nahezu ausschließlich über die männliche Seite. Die Frauen übernehmen den Namen des Mannes.

Allerdings gibt es hier zwei Ausnahmen. Endwender heiratet eine Frau weit unter ihrem Stand in eine andere adelige Familie. Dann kann der König alleine, auf Antrag der Frau, des Mannes und den Familienoberhäuptern beider Familien, den Namen der Frau auf den Mann übertragen. Fortan gehören beide zur Familie der Frau. Oder aber eine adelige Frau heiratet jemanden ohne adeliges Blut. Dann kann dieser Mann, allerdings nur mit Zustimmung des Familienoberhauptes der Frau, in deren Familie aufgenommen werden. In den meisten Fällen geschieht dies jedoch nicht, sondern die Frau wird aus dem Haus ausgeschlossen und verliert alle Titel und Privilegien.

Zum Glück sind die Zweige der Häuser jedoch über die lange Zeit sehr groß geworden und über die Reinheit des Blutes wachen die Herolde der Häuser akribisch. Eine Heirat innerhalb des Hauses ist erst ab der fünften Generation, also ur-ur-großväterliche Verwandtschaft gestattet. So kommt es, dass die Häuser alle miteinander verwandt sind, aber trotzdem durch die klaren Regeln eine strikte Trennung zwischen ihnen besteht.

Jedes der sechs Häuser trägt, dank der Zustimmung des Königs, die Grafenwürde über eine der sieben Grafschaften. Die siebte Grafschaft, Valkos, die Grafschaft um die Hauptstadt, gehört nominell dem König selbst. Dieser überträgt die Grafenwürde jedoch traditionell seinem Sohn ab dessen zwanzigsten Lebensjahr, wodurch der Prinz von Valkos, dem Land, gleichzeitig der Graf von Valkos, der Grafschaft, ist.

 
 
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